Das Bild zeigt den Kopf eines Roboters im digitalen Zeitalter
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Die Digitalisierung der Gesellschaft macht und nicht vor der Branche Werkzeug- und Formenbau halt und macht eine neue Denkweise erforderlich.

Digitalisierung verändert

Unsere Gesellschaft befindet sich gerade in einem massiven Wandel. Werfen Sie mal an einem öffentlichen Ort wie einem Bahnhof, dem Flughafen, in Bus und Bahn oder in einem Café einen Blick auf die Menschen. Sie werden den größten Teil der Menschen mit einem mobilen Endgerät in der Hand erleben. Unsere Gesellschaft ist mobil geworden.

Ein leistungsfähiges, mehr oder weniger flächendeckend vorhandenes Internet, neueste mobile Endgeräte und viele interessante cloudbasierte Anwendungen haben sich fest in unserem Alltag etabliert. Nach aktuellen Studien haben 76% der deutschen Erwachsenen einen Zugang zum Internet, 44% haben ein Smartphone, 60% sind in einem sozialen Netzwerk angemeldet, 21% nutzen kostenpflichtige Online-Dienste, 26% bezahlen online mit einer Kreditkarte, 41% verkaufen oder versteigern Sachen im Netz und 69% kaufen allgemein im Internet ein.

Das macht eines deutlich – der Konsument ist bereits auf der Autobahn der Digitalisierung unterwegs – viele Unternehmen sind es noch nicht. Dort herrscht häufig noch digitaler Stillstand.

Veränderung der Wertschöpfungsketten

Diese fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft führt zwangsläufig zu einem nachhaltigen Wandel von bestehenden Kundenverhältnissen, Geschäftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten. Um auch weiterhin am Markt erfolgreich zu bestehen ist es für den Werkzeug- und Formenbauer unerlässlich, diesen Wandel einzuleiten.

Damit wird der Kluge und zielgerichtete Einsatz von IT-Technologien wird zukünftig über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Wo stehen heute die Werkzeug- und Formenbauer heute? Ein großer Teil hat eine Unternehmenswebseite nach dem klassischen Muster aus dem Internetzeitalter 1.0, der Einbahnstraßen-Kommunikation. Informationen sind einmal erstellt worden und werden dem Interessenten angeboten.

Oft werden diese Informationen dann aber nicht mehr aktualisiert und viele Webseiten zeichnen sich durch Statik und nicht Dynamik aus. Das Informationsangebot ist eher überschaubar und regelmäßige Informationen und eine mögliche Interaktion mit der Zielgruppe werden nicht ermöglicht. Die wichtige Ausrichtung auf mobile Endgeräte ist nicht umgesetzt.

Erfolgsfaktor Google

Eine Optimierung der Texte damit der Werkzeug- und Formenbauer zu bestimmten Schlüsselwörtern in Google gefunden werden kann findet nur in den seltensten Fällen statt. Eine wenige Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und gehen schrittweise den Weg der digitalen Transformation. Der größte Teil der Werkzeug- und Formenbauer hat die dringende Notwendigkeit des Wandels noch nicht erkannt.

Die Technologie ist für diesen Wandel bereit, allerdings muss der Wandel in den Köpfen des Unternehmens stattfinden. Dieser Wandel bietet dem Unternehmen viele Chancen, die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens bekannter zu machen und die Reichweite zu erhöhen. Darüber hinaus bietet der Wandel auch die Möglichkeit, neue Umsatzpotentiale zu erschließen.

Wandel und Transformation

Was bedeutet das konkret für den Werkzeug- und Formenbau? Den digitalen Wandel schaltet man nicht einfach per Knopfdruck ein. Die digitale Transformation ist ein Prozess. Daher macht es Sinn, aus Unternehmenssicht grundlegende Gedanken zu machen, wohin sich das Unternehmen strategisch entwickeln möchte und zu definieren, wie der Wandel und die digitale Transformation für das Unternehmen auszusehen hat.

Die Strategie kann man in einer digitalen Landkarte abbilden, die einen Fokus auf das Produkt- bzw. Leistungsportfolio, den Kunden und das Unternehmen an sich hat. Die Digitalisierung hat dabei das Ziel, die Wertschöpfung und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen. Alles in allem kein Hexenwerk – man muss es nur wollen und dann auch angehen.

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//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.

Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.

Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.

Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.

Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

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