Google auf großer Einkaufstour

[Blogtitel] Google auf großer Einkaufstour [Beschreibung]Mehr als 30 Mrd. US-$ an Barreserven stehen bei Google für mögliche Investments zur Verfügung. Grund genug, sich einen Überblick zu verschaffen. [Bildquelle] istock 23172369 Das Bild zeigt ein Smartphone auf dem eine Google Suche zu sehen ist
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Mehr als 30 Mrd. US-$ an Barreserven stehen bei Google für mögliche Investments zur Verfügung. Grund genug, sich einen Überblick zu verschaffen.

Google und Smart Home

Mit Nest hat Google für 3.2 Mrd. US-$ eine Firma übernommen, die Thermostate und Rauchmelder im Portfolio hat. Für 555 Mio. US-$ hat Nest seinerseits mit Dropcam einen Hersteller für Überwachungskameras und Sensoren übernommen. Das Unternehmen hat aktuell 130 Mitarbeiter und wurde erst 2010 von Tony Fadel gegründet. Aktuellen Schätzungen zu Folge verkauft Nest zurzeit etwa jährlich 500.000 Geräte. Analysten gehen davon aus, dass Nest in 2017 bereit 24 Mio. Geräte jährlich verkaufen könnte. CEO Fadel kam von Apple und hatte seinerzeit das erste iPhone und das iPad gestaltet.

Fokus Roboter

In den letzten zwei Jahren hat Google still und heimlich Roboter-Firmen übernommen.

  • Boston Dynamics ist der wohl bekannteste Einkauf. Die Firma ist ein Spin-Off des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und stellt insbesondere Militärroboter her. Eines ihrer Produkte ist Atlas, der derzeit bei der DARPA Robotics Challenge von mehreren Teams genutzt wird. Der vierbeinige Transportroboter BigDog, etwa 76 Zentimeter hoch, kann über unterschiedliche Geländetypen laufen und schafft dabei etwa 6,5 Kilometer pro Stunde. Die anderen Roboter des Unternehmens sind mehr oder weniger Abweichungen der beiden Typen Atlas und BigDog.
  • Redwood Robotics will eine neue Generation von Roboterarmen entwickeln, die zum Beispiel in der industriellen Produktion eingesetzt werden sollen. Redwood Robotics wurde als Gemeinschaftsunternehmen von Willow Garage, SRI und Meka Robotics gegründet.
  • Meka Robotics ist ein weiteres Spin-Off des MIT in Boston. Die Firma stellt Roboterbestandteile her, die besonders sicher bei der Zusammenarbeit mit Menschen sind. Meka entwickelt Roboterköpfe mit großen Glubschaugen, Arme und Torsos.
  • Holomni stellt Roboterräder her.
  • Industrial Perception hat sich auf die 3D-Bildverarbeitung und ihre Nutzung in der Robotik spezialisiert. Die Entwickler programmieren Roboter, die Lastwagen be- und entladen oder mit Paketen umgehen können.
  • Schaft ist eine japanische Firma, ein Spin-Off der Universität Tokio. Die junge Firma will humanoide Roboter vor allem robuster gestalten.
  • Bot & Dolly ist sozusagen die technische Seite von Autofuss. Die Entwickler programmieren Roboter, die dann im Entertainment-Bereich genutzt werden. In dem Kinofilm “Gravity” kamen die Roboter zum Einsatz, weil sie die Kamera synchron zu den Bewegungen der Darsteller bewegen konnten.

Google und Satelliten

Mit Skybox Imaging erwarb Google ein Raumfahrtunternehmen, das hochauflösende Satellitenfotographie und Satellitenvideos anbietet. Des Weiteren läßt sich mit Skybox eine Internetverbindung an jedem Ort der Welt herstellen. Loon ist ein weiteres Projekt von Google, um durch Heißluftballons Regionen mit dem Internet zu verbinden, an denen es keine konventionelle Internetverbindung nicht möglich ist.

Fokus BigData

Der BigData-Spezialist Rangespan aus London hilft mit seiner entwickelten Technik Produkt-Nachfragen vorherzusagen, indem Anfragen von tausenden Lieferanten ausgewertet werden.

Google und Künstliche Intelligenz

Deep Mind ist ein Spezialist für künstliche Intelligenz. Mit dem Projekt Google Brain versucht Google die Neuronenverbindungen des menschlichen Gehirns nachzuahmen. Für dieses Projekt hat die Firma den Computerwissenschaftler Geoffrey Hinton angeworben, der versucht Computer- und Neurowissenschaft zu verschmelzen. DeepMind versucht also, Computern das Denken beizubringen.

Fokus Drohnen

Das US-amerikanisches Luft- und Raumfahrtunternehmen Titan Aerospace entwickelt und stellt solarbetriebene Spezialdrohnen her, die in einer großen Höhe fliegen können. Das Unternehmen soll an Googles Projekt Loon mitwirken, das Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten mit Internet versorgt.

Zusammenfassung

Schaut man sich den Ausschnitt der Firmenkäufe an, dann wird eines klar. Egal, welche konkrete Strategie sich dahinter verbirgt, bereitet sich Google auf die Zukunft und viele neue Geschäftsfelder vor. Damit ist der Weg vorgezeichnet, dass sich Google auch von einem reinen IT- zunehmend mehr in ein HighTech-Unternehmen entwickelt.

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//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

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