Apple erfindet sich fortlaufend neu

[Blogtitel] Apple erfindet sich fortlaufend neu [Kategorie] Digitalisierung [Beschreibung] Die Erfolgsgeschichte von Apple zeigt immer wieder eindrucksvoll, wie sich das Unternehmen fortlaufend mit Innovationen neu erfindet. [Bildquelle]  istock 65441195 [Bildnachweis] Onfokus [URL] https://www.istockphoto.com/de/foto/apple-watch-42-mm-edelstahl-armreif-gm474607158-65441195
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Die Erfolgsgeschichte von Apple zeigt immer wieder eindrucksvoll, wie sich das Unternehmen fortlaufend mit Innovationen neu erfindet.

Geldmaschine Apple läuft

Hilmar Kopper, damaliger Vorstandschef der Deutschen Bank, war 1994 seiner Zeit voraus. Er bezeichnete die offenen Handwerker Rechnungen des Betrügers Jürgen Schneider in Millionenhöhe als PeanutsZwanzig Jahre später hat man den Eindruck, dass die Einheit „Million“‚aus unserem Sprachgebrauch verschwunden ist.

Diese Woche war es wieder einmal soweit und die Quartalsergebnisse von Apple wurden bekannt. 49,6 Mrd. Dollar Umsatz und ein Gewinn von 10,7 Mrd. Dollar, was einem Anstieg um sagenhafte 38% zum Vorjahresquartal entspricht. Insgesamt verfügt Apple nun über  Cash-Reserven in Höhe von 203 – nein, nicht Millionen, es sind Milliarden. 

Es ist bekannt, dass eine Milliarde tausend Millionen sind, dennoch muss man sich das hier und da wieder ins Gedächtnis rufen. Die Zahl von 203 Milliarden ist so unvorstellbar groß. Apple hat sie sich aber erarbeitet – die Maschine zum Gelddrucken, herzlichen Glückwunsch.

Die Maschine funktioniert und druckt jedes Quartal weiteres Geld, das zum Investieren bereitsteht. Eines ist sicher wie das Amen in der Kirche – die Welt verändert sich immer schneller und die Cash-Cow iPhone wird nicht unendlich die Gewinne sprudeln lassen. Aber hier und heute schnurrt die Maschine wie der Motor eines 7er BMW.

Innovationen kommen nicht automatisch

Apple hatte auch schwere Zeiten und stand Ende des letzten Jahrtausends fast vor dem Aus. Aber Apple ist wieder aufgestanden und stärker als je zuvor. Man kann das gut finden oder nicht aber eines ist klar – aktuell verändert Apple die Welt.

Egal was Apple anpackt wird zum Erfolg. iTunes, iPod, iPad, iPhone haben das in den letzten zehn Jahren eindrucksvoll bewiesen. Apple hat die Dinge richtig gemacht, Innovationen zum Markt gebracht, die Spielregeln verändert und dem Markt gemacht.

Innovation – das steckt in der Apple DNA und man darf gespannt sein, was wir in der Zukunft erwarten können. Die Apple Watch macht sich auf den Weg, in die Fußstapfen der Vorgängerprodukte zu treten. Mit Apple Pay wird Apple das Bezahlen mit dem Smartphone zum Erfolg führen. Aber Apple bereitet sich ebenso wie Google auf die Zukunft vor.

Trauerspiel Microsoft

Es sieht zunächst so einfach aus, mit dem richtigen Produkt zum Markt zu gehen und erfolgreich zu sein. Aber ist es wirklich so einfach? Nein, das ist es nicht. Ein anderer, über viele Jahrzehnte erfolgreiche IT Player demonstriert, wie schwer es ist. Während Apple von Rekord zu Rekord jagt, verkündet Microsoft gerade, das das Projekt Nokia gescheitert ist. 7.8 Mrd. Dollar sind verbrannt und aktuell werden  nochmals 7.800 Arbeitsplätze vernichtet. Microsoft und Nokia – das ist ein doppeltes Drama.

Erfolg macht blind

Wer hätte Ende der 1990er Jahre bis Mitte des letzten Jahrzehntes daran gedacht, dass es die Marke Nokia im Mobilfunk einmal nicht mehr geben würde. Nokia war DAS Unternehmen und DIE Marke in dieser Zeit und die Marktanteile vom Nokia Betriebssystem waren jenseits der 60%.

Nokia war praktisch “das Microsoft der Mobilfunkbranche” – groß, mächtig, erfolgreich. Aber leider auch blind. Als Apple dann am 09.01.2007 das iPhone auf den Markt kam, da begann der Niedergang von Nokia. Es war dramatisch mitzuverfolgen, wie Nokia von Quartal zu Quartal Marktanteile verlor.

Vom PC zum Smartphone

Microsoft war aber nicht viel besser. Steve Ballmer, damaliger CEO von Microsoft, lachte Apple bitter aus und meinte, niemand würde ein Smartphone für 500 $ kaufen. Auf der einen Seite eine fatale Fehleinschätzung. Auf der anderen Seite einfach nur ein sehr schlechter Management-Stil. Microsoft hatte es selber in der Hand gehabt, in den Smartphone Markt einzutreten und auch erfolgreich zu sein. 

Aber es ist einfach nicht damit getan, die PC-Erfahrung auf das mobile Endgerät zu übertragen. Seit Ende der 1990er Jahre hat es Microsoft versucht – mehr als 15 Jahre und sie haben es nicht geschafft, über niedrige, einstellige Marktanteile hinweg zu kommen. Als Microsoft dann ein halbwegs taugliches Betriebssystem für das Smartphone hatte, versuchte man 180° in die umgekehrte Richtung zu gehen und hat die Kacheltechnik in Windows 8 am PC implementiert – und ist grandios gescheitert.

1+1 ist nicht immer 2

Nun gut – wenn man keine Ideen hat und nicht innovativ ist, dann kauft man einfach ein Mobilfunkunternehmen. Aber “Zwei Truthähne machen noch keinen Adler”. Es ist nicht innovativ, ein Unternehmen zu kaufen, dass sich seit Jahren im Sinkflug befindet und genau das ist der große Unterschied zwischen der DNA von Microsoft und Apple. Die einen wollen – die anderen können.

Apple hatte es verstanden, das ein mobiles Endgerät nicht ein mobiler PC sondern ein völlig anderes Gerät mit komplett anderen Anforderungen ist. Mit dem iPhone haben Sie erkannt, was der mobile Anwender erwartet. Mit dem iPhone war Apple seinerzeit dem Wettbewerb um Jahre voraus – Zeit genug, den Markt zu erobern bis dann die Wettbewerber nachziehen.

Die Zukunft im Auge

Die Gespräche um ein mögliches iCar verdichten sich und Apple spricht hierzu intensiv mit BMW. Sowohl Google als auch Apple bereiten sich auf die Zukunft vor und treten in neue Märkte jenseits ihres heutigen Kerngeschäfts ein und sind durch die schier unendlich großen Cash Reserven in der Lage, sich in neue Märkte einzukaufen bzw. entsprechend zu investieren.

An dieser Stelle komme ich den wieder zu dem 203 Mrd. von Apple. Mit den Cash-Reserven könnte Apple den halben Dax kaufen – die Hälfte der großen deutschen Unternehmen wie beispielsweise RWE, ThyssenKrupp und Lufthansa. Das macht deutlich, wie mächtig die IT Unternehmen aus dem Silicon Valley geworden sind. Ein Ende dieses Trends ist aktuell nicht erkennbar.

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//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

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