Der digitale Wandel erfordert Mut zur Veränderung

[Blogtitel] Der digitale Wandel erfordert Mut zur Veränderung [Beschreibung]Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft hat viele unterschiedliche Facetten und macht deutlich, das Wandel Mut zur Veränderung erfordert. [Bildquelle] istock_000048587264 [Bildbeschreibung] Das Bild zeigt eine Wand, an der ein kleiner Junge eine Rakete malt.
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Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft hat viele unterschiedliche Facetten, macht aber eines deutlich – Wandel erfordert Mut zur Veränderung.

Digitaler Wandel

Ein Blick auf die aktuelle Situation in unserer Gesellschaft macht eines deutlich – die Digitalisierung schreitet mit unverminderter Geschwindigkeit voran. Der auf uns zukommende “Digitale Tsunami” wird grundlegende Veränderungen zur Folge haben. Fast in jeder Branche stellt man fest, das nichts mehr so bleiben wird wie es einmal war. So ist es nicht verwunderlich, dass das Thema “Digitaler Wandel” mit hoher Priorität ganz oben auf der Agenda der Bundesrepublik steht.

Neue Herausforderer

Völlige neue Herausforderer wie TESLA, Google, Apple oder Uber wirbeln die Automobilbranche durcheinander. Die Energiewirtschaft richtet sich gerade komplett neu aus. In der Finanzbranche attackieren FinTechs das Kerngeschäft der Banken und die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) verändert die produzierende Industrie. Der Blick in diese unterschiedlichen Branchen macht deutlich, dass die Digitalisierung nicht ein Randthema für ein paar Wenige ist. Die Digitalisierung betrifft die gesamte Gesellschaft und macht vor keinem Unternehmen halt.

Wandel als Chance

Jeder Wandel bedeutet Veränderung. Dieser notwendige Wandel in einer Gesellschaft ist kein Schalter, den man von heute auf morgen einfach umlegt. Dieser Wandel ist vielmehr ein Prozess über einen längeren Zeitraum. Es liegt oft in der Natur des Menschen, dem Neuen gegenüber erstmal kritisch eingestellt zu sein. Melanie Vogel schreibt in Ihrem Blogbeitrag vom “Angst- oder Abwehrmodus vor dem Neuen und Unbekannten”. Hartmut Rauen, Hauptgeschäftsführer des VDMA, unterstreicht in einem Interview, wie wichtig allerdings der Mut zur Veränderung ist.

Dampf und Digitalisierung

Vor mehr als 200 Jahren hat die Dampfmaschine Ihren erfolgreichen Weg in die Textilfabriken und den Bergbau begonnen. In dieser Zeit sind die Maschinenstürmer in die Fabriken gestürmt und haben die Dampfmaschinen zerstört. Sie hatten einfach Angst, ihre Arbeit und ihren sozialen Status zu verlieren. Man kann eine neue, sich auf dem Vormarsch befindliche Technologie gut finden – oder auch nicht. Allerdings gibt es Trends, die man nicht aufhalten kann. So war es mit der Dampfmaschine und so ist auch heute mit der Digitalisierung. Daher ist es ratsam, den Wandel zu akzeptieren, diesen aktiv anzunehmen und ihn als Chance zu begreifen.

Perspektiven wechseln

Erst wenn man den Wandel zulässt und diesen annimmt, wird man in der Lage sein, die Perspektiven zu wechseln. Die Digitalisierung verändert mehr oder weniger alles grundlegend. Daher geht es nicht nur darum, ein wenig Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette zu digitalisieren und optimieren oder IT-Systeme zu integrieren. Vielmehr geht es darum, das komplette Geschäft in Frage zu stellen. Dabei müssen sich Unternehmer fragen, wie sie heute Ihr Geschäft aufbauen würden. Wie sieht das Produkt-Portfolio aus, ist dieses auch morgen noch wettbewerbsfähig? Wer sind Kunden, Wettbewerber, mögliche Partner und Lieferanten? Über welche Vertriebskanäle erreiche ich meine Kunden? Wie tief muss meine eigene Wertschöpfung sein? Exakt bei Fragestellungen dieser Art muss man sich aus seiner bequemen Komfortzone bewegen. Gerade wenn die Auftragsbücher voll und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut sind, dann macht man sich in der Regel um Fragestellungen dieser Art keine Gedanken. Oft fällt es Unternehmen schwer, sich von Status quo zu lösen bzw. diesen kritisch in Frage zu stellen.

Angriff auf die Wertschöpfungskette

Ein Unternehmen, das mutig diesen Weg geht ist Klöckner, dem größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metallhändler. Der CEO Gisbert Rühl hat einen “Bezahlten Angriff auf seine Wertschöpfungskette” gestartet. Mit der Erkenntnis, dass es mutige Innovationen im eigenen Konzern oft schwierig haben, hat der CEO ein externes Start-Up gegründet. Dieses hat schlicht und ergreifend das Ziel, das heutige Kerngeschäft von Klöckner mit disruptiven Innovationen zu torpedieren und die Frage zu beantworten, wie das zukünftige Geschäftsmodell von Klöckner aussehen könnte. Dieser Ansatz ist mutig wie zielführend, wobei sich viele Unternehmen mit diesem Modell sicherlich schwer tun.

Von Start-Ups lernen

Klöckner macht es vor, wie man von Start-Ups lernen kann. Innovationen und kreative Ideen benötigen einen besonderen Raum zum Entstehen und Wachsen. In einer Konzernstruktur ist das selten möglich. Viele Großunternehmen haben diesen Trend erkannt und arbeiten zunehmend mit kleinen, innovativen Start-Ups zusammen. Bekannte Beispiele dafür sind die “Start-Up Garage” von BMW oder der “main incubator” der Commerzbank.

Wandel einleiten

Blickt man auf das Thema “Start-Ups”, dann denkt man sofort an das Silicon Valley. Seit vielen Jahrzehnten steht die Region an der amerikanischen Westküste für Innovationen, aus der globale Unternehmen wie beispielsweise Google und Facebook entstanden sind. In Bezug auf Innovationen, Rahmenbedingungen, Kultur und Risikokapitel liegt Deutschland Lichtjahre hinter dem Valley. Aber es ist wichtig zu sehen, dass sich die “Start-Up Branche” in Deutschland entwickelt. Längst hat es Berlin in die weltweite “Top ten” der Start-Up Standorte geschafft und in vielen weiteren deutschen Städten entstehen neue “innovative Keimzellen”. Mit den innovativen Ideen von Start-Ups, zunehmend mehr Risikokapital und Großunternehmen, die über Kapital und Kundenzugang verfügen sowie die Wichtigkeit von Start-Ups erkannt haben, sind gute Voraussetzungen geschaffen, den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten.

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//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

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