Das Bild zeigt ein Smartphone, das in der Hand gehalten wird und die Google Suche zeigt.
Bildquelle: istock 000023437572

Für den deutschen Werkzeug- und Formenbau, der technisch hochgradig spezialisiert ist, wird Marketing in der digitalen Welt zukünftig immer wichtiger werden.

Online Marketing immer wichtiger

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet mit großen Schritten voran und macht auch vor dem deutschen Werkzeug- und Formenbau nicht Halt. Dazu muss man nur einen Blick in die Arbeit eines Einkäufers werfen, der auf der Suche nach einem geeignetem Werkzeug- und Formenbauer ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Recherche in Google startet, ist relativ hoch. So könnte der Einkäufer beispielsweise die SuchphraseWerkzeugbau Formenbau“ eingeben. Ab hier beginnt bereits das Drama für viele Werkzeug- und Formenbauer, denn sie werden nicht gefunden oder befinden sich im hinteren Bereich der Suchergebnisse. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Einkäufer diese betrachten wird. In der Regel werden nur die ersten Seiten der Suchergebnisse näher angeschaut.

Der erste Eindruck zählt

Ruft der Einkäufer nun einen Link aus den Suchergebnissen auf, gelangt er zur Unternehmenswebseite. Ab hier steht das Unternehmen im Rampenlicht und auf dem Prüfstand. Dabei entstehen beim Einkäufer unter anderem nachfolgende Fragen:

  • Wie ist der erste Eindruck der Webseite?
  • Wie aktuell ist die Seite?
  • Welche Dienstleistungen werden angeboten?
  • In welchen Branchen ist das Unternehmen vertreten?
  • Welche Referenzen hat das Unternehmen?
  • Wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Der Einkäufer muss nach seiner Recherche ein Verständnis haben, warum der mögliche Werkzeug – und Formenbauer der richtige sein könnte. Anschließend muss der Einkäufer schnell zu einem Kontaktpunkt geführt werden. Das kann

  • telefonisch,
  • per Mail oder
  • über ein Kontaktformular

geschehen. Ist der Einkäufer auch nach der Kontaktaufnahme noch am Unternehmen interessiert, werden in der Regel direkt die nächsten Schritte eingeleitet. Das könnte ein Gesprächstermin oder die Erstellung eines konkreten Angebotes sein.

Leistungsfähigkeit darstellen

Im Werkzeug- und Formenbau gibt es in diesen Bereich noch sehr viel zu tun. Oft wird die Leistungsfähigkeit nicht in der Art und Weise dargestellt, die es das Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen einfach verdienen würden. Damit besteht zwischen der Leistungsfähigkeit und Leistungsdarstellung eine oft sehr große Lücke. „Tue Gutes und berichte darüber“ ist aktueller denn je. Hier haben aber viele Werkzeug- und Formenbauer, die traditionell technisch bzw. ingenieurlastig geprägt sind, einen Nachholbedarf. Mit immer stärker werdender Mobilität verlagern sich Internetanfragen und Recherchen auch immer mehr auf mobile Endgeräte. Die meisten Webseiten sind darauf heute noch nicht eingestellt.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Mittelfristig stehen hier also wichtige Maßnahmen an. Das Internetzeitalter bietet dem Werkzeug- und Formenbauer viele Chancen, auch langfristig weiterhin erfolgreich am Markt zu bleiben. Neue Marketing-Werkzeuge können dafür sorgen, Umsatz und Bekanntheit zu steigern und die Differenzierung gegenüber des Wettbewerbs sicherzustellenDie Darstellung des Unternehmens und der Marke spielen dabei auch eine immer wichtiger werdende Rolle, im hart umkämpften Markt nach talentierten Nachwuchskräften oder berufserfahrenen Experten.

Strategische Disziplin Marketing

Neben vielen Chancen bestehen aber auch Risiken, wenn Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennen und damit gegenüber dem nationalen wie internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten. Marketing ist eine Disziplin, von der viele heute noch meinen, das man das mal eben nebenbei macht – dem ist so nicht. Die Marketing-Werkzeuge sind komplex und die zielgerichtete Anwendung bzw. das Zuschneiden auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens erfordern Experten Know-How – genau wie beim Bau von Formen und Werkzeugen. Beim Investment einer Werkzeugmaschine ist es selbstverständlich, 300 TEUR oder mehr zu investieren. Hier kann man einen ROI und Abschreibungszeitraum klar definieren. Beim Marketing gelten genau die gleichen Spielregeln – es handelt sich um ein messbares Investment, keine Ausgabe. Damit ist Marketing eine Disziplin von strategischer Wichtigkeit für den Geschäftsführer.

Weitere Informationen:

Bildquelle: istock 000023437572

Anzahl Zeichen: 4.286

Summary
Der deutsche Werkzeug- und Formenbau hat noch Potential im Bereich Marketing
Titel
Der deutsche Werkzeug- und Formenbau hat noch Potential im Bereich Marketing
Beschreibung
Für den deutschen Werkzeug- und Formenbau wird die Disziplin Marketing in der digitalen Welt zukünftig eine immer wichtiger werdende Rolle einnehmen.
Autor
Veröffentlicht durch
Ingenieurversteher
Logo

Teilen
Vorheriger ArtikelDie Deutsche Bahn und Elektromobilität (Interview)
Nächster ArtikelVon Computer Integrated Manufacturing (CIM) in die Welt von Industrie 4.0
//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here