Das Bild zeigt einen Bergsteiger, der einem anderen Bergsteiger die Hand hält, ihm Sicherheit vermittelt und ihn den Berg hochzieht. Artikel zum Thema Vertrauen.
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Die Deutsche Bank hat vor Jahren mit dem Slogan „Vertrauen ist der Anfang von allem“ geworben. 2017 scheint dieser Wert in Vergessenheit geraten zu sein. 

Vertrauen, Treue und Loyalität

Der Grundgedanke der Deutschen Bank war richtig. Im wahrsten Sinne des Wortes ist Vertrauen der Anfang von allem. Wenn Menschen zu anderen

  • Menschen,
  • Produkten,
  • Unternehmen oder
  • Marken

noch Wertevorstellungen haben, die auf beiden Seiten geteilt werden, dann ist der Weg zur Loyalität nicht weit weg. Gegenseitiges Vertrauen, Treue und Loyalität sind elementar wichtige Werte.

Alles Müller oder was?

Mit einem Blick auf die deutsche Wirtschaft hat man den Eindruck, dass eben diese Werte keine Rolle mehr spielen. Das Verhalten vieler DAX-Unternehmenslenker ist mehr durch

  • Egoismus,
  • Arroganz und
  • Übermut

gezeichnet. Die jüngsten Beispiele im Diesel-Skandal zeigen es deutlich. An der Spitze steht mit Matthias Müller der CEO des Volkswagen-Konzerns, der den Schuss leider nicht gehört hat.

Von Kindern lernen

Das Menschen Fehler machen ist völlig normal. Aber genau an dieser Stelle zeigen sich oftmals die wahren Charakterzüge. Kinder werden dazu erzogen, die Wahrheit zu sprechen. In der Regel haben Kinder diesen Instinkt aber bereits. Nicht zu Unrecht  heißt es „Kindermund tut Wahrheit kund“. Die heutigen Unternehmenslenker haben diesen Instinkt allerdings verloren. Es fehlt der Mut, sich zu Fehlern zu bekennen – mit allen Konsequenzen.

Hochmut kommt vor dem Fall

Matthias Müller hat alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Die gemachten Fehler bei Volkswagen kann man nicht ihm alleine anlasten – dass er aber permanent lügt schon. Es wäre schön gewesen, wenn wir Entschuldigen von Herrn Müller gehört hätten. Demut zu und vielleicht auch persönliche Konsequenzen zu ziehen, wären angebracht gewesen. Stattdessen lebt der CEO weiterhin in seiner ganz eigenen Fantasiewelt und demonstriert gnadenlose Arroganz gepaart mit jeder Menge Hochmut und Selbstüberschätzung.

Fatale Signalwirkung

Der ganze Diesel Skandal an sich ist schon schlimm genug. Aber Matthias Müller ist sich in keiner Weise bewusst, was er für einen Schaden anrichtet. Das Signal, das er aussendet lautet, dass Lügen und Betrügen ein Kavaliersdelikt ist und keine Konsequenzen hat.

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Vertrauen ist der Anfang von allem
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Vertrauen ist der Anfang von allem
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Die Deutsche Bank hat vor Jahren mit dem Slogan „Vertrauen ist der Anfang von allem“ geworben. 2017 scheint dieser Wert in Vergessenheit geraten zu sein. 
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//Analyst//Blogger//Keynote Speaker// zu den Fokusthemen #Industrie40, #IoT und #Digitalisierung.Herzlich willkommen auf meinem Ingenieurversteher-Blog. Hier schreibt ein echter, aber nicht ein typischer Ingenieur.Nach einer soliden Ausbildung bei Siemens zum Feinmechaniker habe ich das Abitur nachgeholt und Maschinenbau studiert. Der Schwerpunkt Informatik im Hauptstudium war wohl der ausschlaggebende Grund, dass es mich in die Software-Industrie gezogen hat wo ich heute noch immer aktiv unterwegs bin. Für die Funktionen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement habe ich mich meine Leidenschaft entdeckt – sicherlich nicht immer typisch für einen Ingenieur.Im Rahmen meiner Diplomarbeit haben mich Themen wie „Computer Integrated Manufacturing (CIM)“ beschäftigt. Viele Aspekte sind davon heute umgesetzt. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft allgemein sowie dem Einzug des Internets in die Produktion stehen wir vor großen Herausforderungen, die uns langfristig intensiv beschäftigen werden. Der klassische Ingenieur wird nun mit völlig neuen Themengebieten konfrontiert.Das war u.a. die Motivation für diesen Blog, die Themenbereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung aufzugreifen und regelmäßig darüber zu schreiben – leicht verständlich und nicht technisch tief. Gerade aus diesem Zusammenhang hat sich die Marke „Ingenieurversteher“ entwickelt. Ingenieure sind in der Regel Künstler mit einem sehr tiefen technischen Verständnis. Oft sind sie allerdings nicht in der Lage, technisch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich einer Zielgruppe zu vermitteln, die nicht über dieses tiefe technische Wissen verfügt. Um Ideen und Innovationen zu vermarkten, müssen diese in eine leicht verständliche Sprache übersetzt werden. Mit einer Vorliebe für analytisches und strukturiertes Recherchieren , der Leidenschaft für das Schreiben und der Freude am Präsentieren ist die Idee vom „Ingenieurversteher“ entstanden.

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